Das Stipendium

Das „Erwin Pröll Doktoratsstipendium“ ist als Leistungsstipendium mit 10.000 Euro dotiert und fördert abgeschlossene Doktorarbeiten, welche einen erkennbaren Nutzen für den ländlichen Raum stiften. Vergeben wird das Stipendium vom Club Niederösterreich. Bewerbungseinreichung bis spätestens 14. September 2026 an info@clubnoe.at.

  • Wissen nutzen

    Als Stipendiaten haben diese jungen Menschen viel Zeit investiert um Wissen zu erlangen, neue Sichtweisen und Fähigkeiten erworben. Dieses Wissen soll nicht ungenutzt bleiben, sondern der Entwicklung Niederösterreichs gezielt dienen. Dieses Wissen soll nicht ungenutzt bleiben, sondern einen erkennbaren Nutzen für den ländlichen Raum stiften.

  • Leistung honorieren

    Engagierte und erfolgreiche Studierende in der höchsten Ausbildungsstufe, dem Doktorat, holen wir vor den Vorhang und belohnen sie für ihren Fleiß.

  • In Zukunft investieren

    Die Forschungsergebnisse und neuen Erkenntnisse der jungen Stipendiaten sind ausschlaggebend dafür, wie die ländlichen Regionen der Zukunft aussehen.

Stipendienantrag einreichen

Förderwürdige Doktorarbeiten müssen folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Doktorarbeit muss von Studierenden mit Hauptwohnsitz in Niederösterreich (oder mit starkem Bezug zu Niederösterreich) erstellt worden sein.
  • Es können nur abgeschlossene und bereits abgegebene Doktorarbeiten ohne Sperrvermerkt eingereicht werden.
  • Die Doktorarbeit darf nicht älter als drei Jahre sein, wurde also frühestens 2023 approbiert.
  • Das Studium, in dessen Rahmen promoviert wurde, muss in Mindeststudienzeit abgeschlossen worden sein.
  • Die Arbeit muss ein Thema wissenschaftlich aufarbeiten, das einen erkennbaren Nutzen für den ländlichen Raum stiftet.

Erforderliche Einreichunterlagen:

  • Forschungsarbeit in vollständiger Version
  • Dissertationsgutachten der jeweiligen Betreuerin/ des jeweiligen Betreuers
  • Nachweis des geforderten Promotionserfolgs mittels Promotionsurkunde
  • Aussagekräftiger Lebenslauf der/des Antragstellenden
  • Kopie eines gültigen amtlichen Lichtbildausweises
  • aktuelle Meldebestätigung (Hauptwohnsitz)

Alle Unterlagen in digitaler Form (Format pdf) an info@clubnoe.at

Bewerbungseinreichung:

bis spätestens 14. September 2026

Über Dr. Erwin Pröll

Erwin Pröll wurde am 24.12.1946 im niederösterreichischen Weinviertel, im kleinen Dorf Radlbrunn, in eine bäuerliche Familie hineingeboren. Diese Herkunft legte den Grundstein für sein lebenslanges Interesse an der Landwirtschaft und der Entwicklung ländlicher Regionen. Nach seiner Matura am Gymnasium in Tulln absolvierte er ein Studium der Landwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien, welches er 1976 mit dem Doktorat (Dr. nat. techn.) abschloss.

Politische Laufbahn

Sein politischer Aufstieg begann früh in der Agrarpolitik, gefördert durch Mentoren wie Sixtus Lanner und Andreas Maurer. Bereits mit 33 Jahren wurde er 1980 Mitglied der niederösterreichischen Landesregierung. 1992 übernahm er das Amt des Landeshauptmanns von Niederösterreich und hielt dieses bis zu seinem Rückzug im Jahr 2017. Mit 25 Jahren Amtszeit ist er einer der am längsten dienenden Landeshauptleute in der Geschichte der Zweiten Republik.

Warum wurde das Erwin Pröll Doktoratsstipendium ins Leben gerufen?

Erwin Prölls Engagement für den ländlichen Raum ist tief in seiner eigenen Lebensgeschichte verwurzelt. Aufgewachsen in einem Dorf im Weinviertel, kennt er die Herausforderungen – und die besondere Stärke – des Lebens am Land aus erster Hand.

„Ich habe früh erlebt, welche Herausforderungen es gibt, aber auch, welche Kraft im ländlichen Raum steckt.“

Seit den 1970er-Jahren setzt er sich konsequent für die Weiterentwicklung der Regionen ein – von seiner Dissertation an der BOKU über die Tätigkeit im Bauernbund und in der europäischen Dorferneuerung bis hin zu seiner langjährigen Arbeit in der Landesregierung. Sein Zugang war dabei stets von einer klaren Überzeugung geprägt: Der ländliche Raum ist kein Ausgleichsraum für Städte, sondern ein gleichwertiger Partner mit eigenständiger Bedeutung und großem Potenzial.

Pröll versteht den ländlichen Raum als wichtigen Anker für Identität und Stabilität in einer zunehmend komplexen Welt. Gerade in Zeiten des raschen digitalen und globalen Wandels gewinnen diese Qualitäten wieder an Bedeutung.

„Je digitaler und globaler unser Leben wird, desto größer wird die Sehnsucht nach Nähe, nach echtem menschlichem Kontakt und nach Geborgenheit.“

Pröll setzte sich konsequent für bessere Infrastruktur und hohe Lebensqualität in den Regionen ein. Ziel war und ist es, Perspektiven vor Ort zu schaffen und Abwanderung nachhaltig entgegenzuwirken.

Ein zentraler Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums liegt für ihn in fundierter Analyse und innovativen Lösungsansätzen. Das Doktoratsstipendium ist Ausdruck dieses Zugangs: Es richtet sich an engagierte junge Menschen, die mit wissenschaftlicher Tiefe und neuen Ideen zur Weiterentwicklung der ländlichen Regionen beitragen wollen.

„Mit dem Doktoratsstipendium möchte ich dazu beitragen, dieses Bewusstsein zu stärken und jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich wissenschaftlich und mit frischen Ideen für die Zukunft unseres ländlichen Raums einzusetzen.“

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Ehrenpräsident Dr. Erwin Pröll und sein Nachfolger Obmann des Club Niederösterreich Paul Nemecek bei einer Besprechung im Weingut Pröll in Radlbrunn.